Männer Meisterschaftsspiel - TV Etwashausen 15.03.14

TV Etwashausen – KT/Mainbernheim 25:30 (12:12)   Die SG Kitzingen/Mainbernheim steht mit dem 30:25 (12:12)-Erfolg beim TV Etwashausen als Meister der Bezirksliga Süd fest. Zwar hat sie noch ein Spiel zu absolvieren, der direkte Vergleich mit Verfolger Ochsenfurt spricht aber für die Spielgemeinschaft. Ob es das vorerst letzte Derby zwischen den beiden war, vermochten die Beteiligten angesichts von scheinbar laufenden Bestrebungen, eine Gemeinschaft zwischen den beiden Handball-Abteilungen zu formen, nicht zu sagen.   Die „richtige“ Feier musste erst einmal ausfallen bei der Gemeinschaft. Getanzt und gejubelt wurde, in der Kabine floss auch der Sekt, doch manche traten auf die Bremse. Den Grund lieferte Michael Burger, SG-Routinier im Rückraum und Nachwuchstrainer. Die A-Jugend der SG hatte am Tag danach ihr vorletztes Punktspiel zu bestreiten und kann dabei noch Meister werden. Also wurde die große Party auf kommenden Samstag vertagt. Für Burger war es übrigens „die dritte Meisterschaft und der vierte Aufstieg“, wie der 29-Jährige feststellte.   Einer seiner Mitspieler, der noch 17-jährige Marius Olbrich auf Rechtsaußen, gehörte zu den auffälligsten Akteuren, der insgesamt bemerkenswerte zehn Treffer erzielte. „Was da nach kommt, macht Hoffnung für die Zukunft“, meine SG-Trainerin Ela Flohr, die vier A-Jugendliche im Kader hatte.   Zunächst einmal war da die Gegenwart, und in der fehlten Etwashausen mit Benedikt Hanft und Johannes Neuweg zwei wichtige Rückraum-Kräfte. Dass es für den TVE sportlich um nichts mehr ging, ließ sich gleich feststellen. Ein unkonzentrierter Beginn führte zum Rückstand. Das 13:13 von Philipp Güntner (34.) blieb der dritte und letzte Ausgleichstreffer für Etwashausen im Spiel, ansonsten lag immer der Gast vorne. Etwashausen steigerte sich, was am guten Torwart Simon Dornberger sowie an den Einzelaktionen von Denis Motscha lag. Er nutzte den Platz, den es wohl nur in der Bezirksliga gibt. Das Spiel bot gute Aktionen, aber auch Szenen, die zeigten, dass es sich um die zweitniedrigste Liga handelt.   Im zweiten Abschnitt zog die SG Kitzingen/Mainbernheim dem Titel entgegen. „Auf geht's Leute, noch 19 Minuten“, motivierte Abwehrmann „Ossi“ Kvrgic seine Mitspieler bei Marius Olbrichs 21:16. Die SG überstand noch einen kritischen Moment, weil wieder Olbrich zum 25:23 traf (53.). Auf der Zielgerade ließ sich die Gemeinschaft nicht mehr abfangen.   „Ein bisschen Druck war schon da, wir wollten das diesmal unbedingt schaffen“, durfte SG-Trainerin Ela Flohr einen Haken unter das Thema Titel machen. Daran habe zu Beginn der Saison bei 1:7-Punkten keiner gedacht. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir gleich im ersten Jahr aufsteigen“, gab die Trainerin zu. Das große Plus liege einfach in der Breite des Kaders.   Etwashausens Trainer Andreas Vielweber wusste, warum es für seine Mannen nicht reichte. „Zwei Niederlagen gegen den Letzten, da brauchst du dich nicht wundern.“ Zudem sprach er die Schwierigkeiten wegen etlicher Studenten an, die im Kader stehen. „Einmal Training, und das noch in der halben Halle“, das reiche trotz der guten Einzelspieler eben nicht aus.   Zur vielleicht gemeinsamen Zukunft von TVE und der SG machten einige Beteiligte Aussagen, die man entsprechend deuten kann. „Abwarten, was sich da entwickelt“, meinte Michael Burger vielsagend. „Schauen wir mal, was kommt, das müssen die Verantwortlichen regeln“, meinte Ela Flohr. „Auf lange Sicht geht es auch in einer Stadt wie Kitzingen nicht ohne Spielgemeinschaften“, fand Andreas Vielweber. Dem Kitzinger Handball würde der Zusammenschluss.   Etwashausen: Simon Dornberger, Sebastian Paul, Denis Motscha (11/5), Tim Hanft (3), Philipp Güntner (1), Benno Gattenlöhner (1), Andreas Trabold (7), Manuel Groth, Julian Markert,. Dominik Ruschin, Julian Machwart (1), Christoph Weigand (1).   Kitzingen/Mainbernheim: Erik Großmann, Christian Teske, Andreas Kräutner (1), Michael Burger (3, Alexander Kräutner (1), Markus Reinhart, Janis Bardon, Marius Olbrich (10), Oliver Eckert (5), Petrick Kräutner (4/4), Ozren Kvrgic, Oliver Wick (2), Josh Schmitt, Robert Jakob (2).   Zuschauer: ca. 150. Schiedsrichter: Klaus Kruschke (TV Herzogenaurach)/Klaus-Dieter Schumann (ATS Kulmbach). Siebenmeter: 5:4 (5:4 verwandelt). Zeitstrafen: 2x Hanft, 2x Gattenlöhner,. 2x Machwart – 2x Eckert, Olbrich, Kvrgic, Wick. Spielfilm: 0:3 (4.), 6:7 /16.), 8:11 (26.), 11:11 (28.), 12:12 – 13:13 (34.), 14:18 (39.), 18:21 (44.), 21:23 (50.), 24:26 (54.), 25:27 (55.), 25:30. Bericht: Mainpost